Das Skapulier Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel

Das Skapulier Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel

Der Mantel der Barmherzigkeit im Leben und im Sterben

Die Andacht zum Skapulier lässt einen gewaltigen Strom geistlicher und zeitlicher Gnaden in die Welt fließen.

Papst Pius XII.

Diese Broschüre der Marianischen Priester- und Laienbewegung stellt das Braune Skapulier Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel vor: seine biblischen Wurzeln auf dem Karmel, die große Verheißung an den hl. Simon Stock, das Samstagsprivileg, zahlreiche Gnadenerweise sowie den kirchlichen Ritus der Segnung und Auflegung.

Geleitwort

Millionen von Katholiken tragen mit Ehrfurcht und Vertrauen das heilige Skapulier Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel auf ihrem Herzen.

Es ist ein besonderes Zeichen der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens und ein Unterpfand des ewigen Heiles, wie es die Gottesmutter dem hl. Simon Stock geoffenbart hat. Maria weiß sehr gut, in welche Gefahren und Bedrängnisse ihre Kinder Tag für Tag hineingestellt sind. Darum reicht sie ihnen zum Schutz für Leib und Seele diesen „kleinen Habit des Himmels“, der ganz durchtränkt ist mit den großen Gnadenschätzen des Karmelitenordens. Mit den Worten der Heiligen Schrift lädt sie jedes ihrer Kinder zärtlich ein: Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz! (Hl 8,6)

Viele Menschen würden das heilige Skapulier mit Freuden empfangen, wenn sie wüssten, welche außergewöhnlichen Verheißungen damit verbunden sind. In diesem Sinne hat es sich die Marianische Priester- und Laienbewegung zur Aufgabe gemacht, diese Andacht im Dienst der Gottesmutter zum Segen vieler Menschen zu verbreiten und neu zu beleben.

Von Herzen freue ich mich über diese kleine Broschüre und wünsche allen, die sie lesen werden, überreiche Gnaden von Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel.

+ Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana, am Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, 16.07.2025 im Heiligen Jahr

Berg Karmel

Berg Karmel

Der Berg der Gottesmutter

Der Karmel ist ein heiliger Berg.

Schon in der Heiligen Schrift wird die gnadenhafte Schönheit der zwischen dem Mittelmeer und der Ebene Jesreel gelegenen Bergkette des Karmelgebirges gepriesen. Dein Haupt ist wie der Karmel (Hl 7,6), erklärt der Bräutigam im Hohen Lied und preist damit die Schönheit seiner Geliebten.

Es ist tatsächlich so, dass der Berg Karmel in der Bibel zum Symbol der Schönheit und Fruchtbarkeit geworden ist. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel. (Jes 35,2)

Die dem Karmel als typische Eigenschaften zugeschriebene Schönheit und Heiligkeit vereinen sich nach Auslegung der Kirchenväter in der Person der Gottesmutter Maria, die aufgrund ihrer Stellung in der Heilsgeschichte über alle Geschöpfe erhaben ist.

Und diese wunderbare Mutter und Königin des Karmel reicht ihren so hilfsbedürftigen Kindern als Zeichen ihres besonderen Schutzes das heilige Skapulier, um sie sicher auf den Berg der ewigen Verklärung zu führen.

Alles an dir ist schön, meine Freundin; kein Makel haftet an dir. Hl 4,7
Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm. Hl 8,6
Muttergottesstatue in der Basilika auf dem Berg Karmel

Muttergottesstatue in der Basilika auf dem Berg Karmel

Ein Prophet wie Feuer

Der Berg Karmel und seine Geschichte ist untrennbar verbunden mit der gewaltigen Berufung des Propheten Elija, von dem es im ersten Band des Spekulum Carmelitani von 1680 heißt: Elija, ein hochheiliger Prophet, ein Hoherpriester, der erste Mönch und Gründer des Mönchtums; der Gottesgebärerin Herold, Verehrer und Nachahmer; Christi zukünftiger Vorläufer, Apostel und Märtyrer.

Am Beginn seiner Sendung steht das Wort des Herrn, der ihm aufträgt: Geh weg von hier, wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Kerit … (1 Kön 17,2-3) Elija musste zunächst in der läuternden Einsamkeit mit der Sichel des Gebetes und der Buße jenen Samen ernten, den er später durch seine feurigen Predigten in die Herzen des verirrten Volkes streuen sollte.

Hier erschließt sich uns eine tiefe geistliche Wirklichkeit: Durch jede Berührung mit Gott im Gebet und in der bewussten Vereinigung unseres Willens mit Seinem Göttlichen Willen ernten wir himmlischen Samen, der nicht nur auf dem Acker unserer eigenen Seele überreiche Frucht bringt, sondern auch auf dem Seelenacker aller Menschen, die Gott uns anvertraut hat.

PLATZHALTER: Elija mit seinen Schülern (PDF S. 5)

Elija mit seinen Schülern

Geh weg von hier, wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Kerit. Aus dem Bach sollst du trinken, und den Raben habe ich befohlen, dass sie dich dort ernähren.1

1 Kön 17,2-4

1 Das „Geh weg“ und das „Verbirg dich“ sollen Hinweis sein auf den Menschen, der sich von der vergänglichen Welt lösen muss, um mit Hilfe der Gnade die Tugenden zu üben, durch die er zur Reinheit des Herzens gelangt. Das „Wende dich nach Osten“ ruft zum Kampf auf gegen die natürliche Begehrlichkeit des Fleisches, und das „Verbirg dich am Bach Kerit“ bedeutet das Sich-Abwenden vom Getriebe der Menschen und das Sich-Lösen von der Sünde durch die Übung der Liebe. So kann der Mensch aus dem „Bach“ seines Herzens trinken, indem er fähig wird, die Gegenwart Gottes in seinem Innersten zu verkosten. Wer so – nach dem Wort Jesu – zuerst das Reich Gottes sucht (vgl. Lk 12,31), für den sendet Gott die Raben der leiblichen und geistlichen Wohltäter, die ihm das nötige Brot für Leib und Seele reichen. Vgl. Der Karmel im Heiligen Land, hrsg. von Silvano Giordano OCD, Wien 2025, S. 38.

Der Feuerspruch auf dem Karmel

Bis zur heutigen Stunde ist Elija ein besonderes Vorbild für alle, die ein gottgeweihtes Leben in der Verborgenheit führen, wie auch für alle Priester und Bischöfe, die von Gott berufen sind, durch ihr unerschrockenes Zeugnis für den wahren katholischen Glauben die Kirche zu stärken und zu verteidigen.

Auf solch einem Opfer des mutigen Bekenntnisses ruht göttliches Wohlgefallen und zieht überreichen Segen vom Himmel herab.

In der folgenden Elija-Szene vom „Feuerspruch“ auf dem Karmel wird uns dies in ergreifender Weise vor Augen geführt.

In der Zeit des Königs Ahab von Israel (ca. 874 v. Chr.) herrschte unter dem Volk eine große Verwirrung durch die Vermischung verschiedener Religionen. Dieses Unheil wurde vor allem durch Isebell, der eigensinnigen und machtgierigen Gattin des Königs, ausgelöst. Sie lief den Baalen hinterher und ließ die Propheten des Herrn umbringen, wodurch der Glaube an Jahwe immer mehr einbrach. In dieser großen Not sandte Gott den Propheten Elija, um die Israeliten zu einer echten Gottesbeziehung und zur Bundestreue zurückzuführen.

Das Buch Jesus Sirach nennt Elija einen Propheten wie Feuer, (Sir 48,1) dessen Name auf sein Programm hinweist, denn Elija heißt: „Mein Gott ist wirklich der Herr.“ Auf das Wort des Herrn hin versammelte er das ganze Volk auf dem Berg Karmel, um im hohen Namen Jahwes die falschen Götzen ihrer Nichtigkeit zu überführen. Gleich dem heiligen Erzengel Michael erhob dieser mutige Gottesmann seine Stimme, indem er ausrief: Wie lange noch schwankt ihr auf zwei Seiten? Wenn Jahwe der wahre Gott ist, dann folgt Ihm. Wenn aber Baal es ist, dann folgt diesem. (1 Kön 18,21)

Der unerschrockene Prophet stand ganz allein den 450 Baalspriestern gegenüber und schlug ihnen vor, einen Altar für Jahwe und einen Altar für Baal aufzurichten. Dann solle abwechselnd Jahwe und Baal angerufen werden. Der Gott, der mit Feuer antwortet, ist der wahre Gott. (1 Kön 18,24) Vom Morgen bis zum Mittag riefen nun die Propheten des Baal ihren nichtigen Götzen an und wurden dabei immer rasender, denn es kam kein Laut und niemand gab Antwort. (1 Kön 18,26)

Dann begann Elija den Opferaltar für Jahwe vorzubereiten. Nach einer kurzen und wesentlichen Anrufung kam das Feuer des Herrn herab und verzehrte das Brandopfer, das Holz, die Steine und die Erde. Auch das Wasser im Graben leckte es auf. (1 Kön 18,38) Nun hatte sich die Wahrheit durchgesetzt und die Umstehenden wurden gezwungen, die Blindheit ihres Herzens und die Dummheit ihres Verhaltens zuzugeben. Sie warfen sich auf ihr Angesicht nieder und riefen: Jahwe ist Gott, Jahwe ist Gott! (1 Kön 18,39) Die Baalspriester ließ der Prophet an den Bach Kischon führen und dort töten.2

2 Wie Elija in Gegenwart des Königs Ahab und des Volkes Israel seine Widersacher tötete, ebenso hat auch unser Erlöser wider den Fürsten der Welt und seine Anhänger gestritten und sie durch Sein Leiden und Kreuz überwunden. Und Er weiht den Altar des Herrn, der zertrümmert war, d. h. die Herzen der Gläubigen, die Er vom Schmutz der Sünde reinigt, zu einer Opferstätte für Gott. (Albert Ohlmeyer, Elias Fürst der Propheten, Imprimatur: Freiburg im Breisgau, 20.12.1962)

PLATZHALTER: Hl. Erzengel Michael (PDF S. 6)

Hl. Erzengel Michael

PLATZHALTER: Das Opfer des Elija, ganzseitiges Bild (PDF S. 9)
Das Opfer des Elija

Der Gott, der mit Feuer antwortet, ist der wahre Gott.

1 Kön 18,24
PLATZHALTER: Elija (PDF S. 4)

Elija

Die kleine Wolke

Auf den Höhen des Karmel hatte Elija, der Fürst der Propheten, einen glanzvollen Sieg erlangt. Die Männer Israels haben wieder das Knie gebeugt vor der anbetungswürdigen Majestät Gottes und konnten durch das überwältigende Feuerwunder zurückgeholt werden in die Treue zu ihrem Bundesgott. Elija, der ein Heiliger und ein Mann des Glaubens war, wusste wohl, dass alle Kraft von Gott kam, und so wurde er durch seinen Erfolg nur noch demütiger.

Still und seiner Sendung getreu, machte sich der Gottesmann nach dem großen Wettstreit mit den Baalspropheten auf den Weg zum Gipfel des Berges Karmel. In Fürsprache und Anbetung versunken, den Kopf zwischen den Knien gebeugt, flehte er seinen Gott um den ersehnten Regen an. Schließlich sandte er seinen Diener aus, um am Horizont Ausschau zu halten. Und tatsächlich, beim siebten Mal erblickte dieser ein Wölkchen, so klein wie eine Menschenhand, das sich über dem Meer erhob.

Diese kleine Wolke zog immer mehr heran und tat sich schließlich über dem verdorrten Land auf und schenkte diesem den erlösenden Regen.

PLATZHALTER: Elija schaut die Gottesmutter in der kleinen Wolke (PDF S. 11)

Elija schaut die Gottesmutter in der kleinen Wolke.

Die karmelitische Tradition sah in dieser Episode aus der Elija-Erzählung (1 Kön 18,36-41) schon immer eine verhüllte Ankündigung der Jungfrau Maria.3

Dieses Vorausbild enthält bereits alle Elemente der karmelitischen Berufung: das gläubige und ausdauernde Gebet in der Stille, die Fürsprache für die hilfsbedürftige Menschheit sowie die Verkündigung des göttlichen Segens. Und im Herzen dieser Berufung findet man die geheimnisvolle Gegenwart der allerreinsten Jungfrau Maria, der königlichen Spenderin aller Gnaden.4

3 In der Vision der Wolke ergreift Maria gleichsam Besitz von der Höhe des Karmels als ihrem Berg und weiht den Propheten zum ersten Karmeliten, d. h. zum wahren Bewohner des Berges Karmel, der dem Gesetz dieses Berges verpflichtet ist, nämlich dem marianischen, der Verehrung und Nachahmung Mariens. Maria erweist sich hier bereits als Königin des Karmel, die berechtigt ist, in ihrem Bereich zu regieren. (Das Kleid vom Himmel von Gert Josef Weisensee, Lauerz 2000)

4 Vgl. Phillipe de Jesus-Marie OCD, Das Geheimnis des Karmel, durch das Skapulier mit Maria leben, Wien 2021.

PLATZHALTER: Maria in der Wolke (PDF S. 10)

Maria in der Wolke

Die große Verheißung

Im 12. Jahrhundert zogen sich Einsiedler auf den Berg Karmel zurück und begründeten den Karmelitenorden, um unter dem Schutz der Gottesmutter ein Leben der Beschauung zu führen. Aufgrund der schweren Verfolgungen und Drangsale, die über den Orden hereinbrachen, flehte der hl. Simon Stock, der den Karmeliten als 6. Generalprior vorstand, unaufhörlich zur Gottesmutter, sie möge sich des Ordens annehmen und ein besonderes Unterpfand ihres Schutzes schenken.

Die von der Kirche bestätigten Zeugnisse berichten davon folgendermaßen:

Oft flehte (Simon Stock) die Muttergottes, die glorreiche Jungfrau Maria, die Patronin des Ordens, an, den Brüdern, die ihren Namen tragen, ein Privileg zu gewähren. Jeden Tag sprach er in seinen inbrünstigen Gebeten: Blume des Karmel, fruchtbarer Weinstock, Glanz des Himmels, Jungfrau Maria, du Einzige. Süße Mutter, die du keinen Mann gekannt hast, gib den Kindern des Karmel Anteil an deinen Vorrechten, o Stern des Meeres.

Und eines Tages, während er gerade hingebungsvoll dieses Gebet sprach, erschien ihm die Muttergottes, die glorreiche Jungfrau Maria, in Begleitung einer großen Schar von Engeln und mit dem Skapulier des Ordens in den Händen. Und sie sagte zu ihm: Nimm hin, mein geliebter Sohn, dieses Skapulier deines Ordens. Es ist das besondere Gnadenzeichen, das ich für dich und die Kinder vom Berge Karmel erfleht habe. Wer mit diesem Gewand bekleidet stirbt, wird von den ewigen Flammen bewahrt bleiben. Es ist ein Zeichen des Heils, ein Schutz in Gefahren, ein Pfand des Friedens und eines ewigen Bundes.5

Zur Erinnerung an diese wunderbare Erscheinung der Gottesmutter, die sich am 16. Juli 1251 ereignete, feiert die Kirche an diesem Tag das Skapulierfest.

5 Ebd. sowie Das Kleid vom Himmel.

PLATZHALTER: Maria überreicht dem hl. Simon Stock das Skapulier (PDF S. 12)

Maria überreicht dem hl. Simon Stock das Skapulier.

PLATZHALTER: Maria, Mutter und Zierde des Karmel (Toledo) (PDF S. 14)

Maria, Mutter und Zierde des Karmel (Toledo)

Sehnsucht nach dem Kleid des Himmels

Als dieses kostbare Versprechen der Gottesmutter bekannt wurde, wollten auch die Gläubigen in der Welt dieses unschätzbare Unterpfand eines guten Todes besitzen. Päpste und Kardinäle, Kaiser und Könige, Bischöfe und Priester und Millionen von Gläubigen haben sich mit diesem Gewande Mariä bekleidet, um sich ihres besonderen Schutzes im Leben und Sterben zu versichern und der zahlreichen Gnaden und Privilegien teilhaftig zu werden.

Der hl. Simon Stock errichtete die vom apostolischen Stuhl bestätigte Bruderschaft zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, die von zahlreichen Päpsten empfohlen und mit kostbaren Ablässen bereichert wurde. Unzählige Menschen haben durch das heilige Skapulier Rettung erlangt in Krankheiten, in Feuersbrünsten, in Gefahren des Ertrinkens, in tödlichen Verwundungen, in Gefahren der Verführung und in vielen anderen, sowohl leiblichen wie geistigen Nöten, wie es eine Menge Beispiele in der Geschichte der Bruderschaft bezeugen.6

Auch ich trage seit Langem das Skapulier des Karmel auf meinem Herzen.7

Hl. Johannes Paul II.

6 Das Schutzkleid Mariä von Pater Thaddaeus Ballsieper O. Carm. Imprimatur: Bamberg 1958.

7 Als Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 angeschossen wurde, bat er vor der Operation zur Entfernung der Kugel darum, dass die Ärzte sein Skapulier nicht entfernen sollten. (Kämpfer des Rosenkranzes von Donald H. Calloway MIC, Kißlegg 2024, Imprimatur: 31. Mai 2016)

PLATZHALTER: Hl. Simon Stock (PDF S. 15)

Hl. Simon Stock

Anteil am Familienschatz

Das Skapulier ist die „Miniaturausgabe“ des Habits eines Karmeliten und damit auch ein Zeichen der Geschwisterlichkeit, da man dadurch in die Familie des Karmel aufgenommen wird. In dieser Familie erhält man – gemeinsam mit den Brüdern und Schwestern, mit denen man noch hier auf Erden unterwegs ist – Anteil am spirituellen Schatz aller Heiligen des Karmel, ob diese kanonisiert sind oder nicht.

Ebenso wird man mit der Auflegung des Skapuliers auch Mitglied der Bruderschaft und erhält Anteil an den vielen Gebeten, guten Werken und Verdiensten der Millionen von Bruderschaftsmitgliedern der ganzen Welt.

PLATZHALTER: Hl. Theresia vom Kinde Jesu (PDF S. 17)

Wie bin ich glücklich, dass du mit dem heiligen Skapulier bekleidet bist! Dies ist ein sicheres Zeichen der Vorherbestimmung, und bist du dadurch nicht auch noch inniger mit deinen kleinen Schwestern im Karmel verbunden?

Aus einem Brief der hl. Theresia vom Kinde Jesu an ihre Freundin Céline Maudelonde
PLATZHALTER: Verherrlichung Mariens im Himmel inmitten der Heiligen des Karmelitenordens (PDF S. 16)

Verherrlichung Mariens im Himmel inmitten der Heiligen des Karmelitenordens

Wie kann ich die Verheißungen erlangen?

Um die besonderen Verheißungen, die an das Tragen des Skapuliers geknüpft sind, zu erlangen, muss man von einem Priester mit dem gesegneten Skapulier bekleidet werden und dieses bei Tag und bei Nacht am Hals tragen, sodass sich ein Teil auf die Brust und der andere auf den Rücken legt.8

Zur Vorbereitung auf den Empfang des Braunen Skapuliers empfiehlt es sich, eine aufrichtige Beichte abzulegen und den festen Vorsatz zu fassen, die Gottesmutter innig zu verehren, besonders durch das Rosenkranzgebet.

8 Das Skapulier muss aus zwei viereckigen Stücken Wollstoffes bestehen, die an beiden Enden mit zwei Schnüren oder Bändern verbunden werden. Wenn jemand aus einsichtigen Gründen das Stoffskapulier nicht tragen kann, so besteht die Möglichkeit, eine entsprechend gesegnete Skapuliermedaille zu tragen. Diese wurde aufgrund der zum Teil schwierigen klimatischen Verhältnisse in den Missionsgebieten von Papst Pius X. 1910 gestattet. Jedoch ist zu bedenken, dass die Gottesmutter ausdrücklich vom „Kleid“ sprach und Papst Benedikt XV. das Küssen des Stoffskapuliers mit einem Ablass von 500 Tagen belegte, um die Skapulierträger auf die Wichtigkeit des Stoffskapuliers hinzuweisen. Wenn das Skapulier ersetzt werden muss, braucht es nicht wieder von einem Priester aufgelegt zu werden.

PLATZHALTER: Braunes Skapulier (PDF S. 18)

Das Samstagsprivileg

Etwa 70 Jahre nach den Verheißungen der Gottesmutter an den hl. Simon Stock offenbarte die allerseligste Jungfrau Maria Papst Johannes XXII. das sogenannte Samstagsprivileg, von dem sie in einer Erscheinung zu ihm sprach: Wer immer in diesen Orden eintritt und sich mit Hingabe dieser Lebensweise widmet, wird ewig gerettet und von der Pein seiner Schuld befreit werden. Und falls sie (die Ordensbrüder) am Tag ihres Hinscheidens ins Fegefeuer gelangen, werde ich, die Mutter der Gnade, am Samstag nach ihrem Tod dorthin hinabsteigen und jene, die ich dort finde, befreien und auf den heiligen Berg und zum ewigen Leben führen.

Papst Johannes XXII. veröffentlichte diese Gnade mittels einer eigenhändig ausgefertigten Bulle vom 3. März 1322 zu Avignon. Diese Bulle wird wegen der für den Samstag zugesicherten Befreiung „Bulle Sabbatinum“ genannt und wurde von mehreren Päpsten bestätigt.

Die Verheißung lautet

Die in der Gnade Gottes Verstorbenen werden am nächsten Samstag nach ihrem Tode aus dem Fegefeuer befreit werden, wenn sie im Leben das Skapulier getragen haben, die standesgemäße Keuschheit gehalten,9 die kleinen Tagzeiten der Muttergottes täglich gebetet10 oder stattdessen an allen Mittwochen und Samstagen von Fleischspeisen sich enthalten haben.11

Maria, die mildeste Mutter, wird es auch nicht unterlassen, ihre Kinder, die im Fegefeuer ihre Sündenstrafen abbüßen, auf ihre Fürbitte bei Gott, gemäß dem sogenannten Samstagsprivilegium, so schnell wie möglich in die ewige Heimat zu führen.

Papst Pius XII.

9 Die standesgemäße Keuschheit stellt einen wesentlichen Bestandteil der christlichen Liebe dar, indem sie uns vor jedem besitzergreifenden Verhalten gegenüber dem Nächsten bewahrt und uns vielmehr dazu führt, diesem mit aller Achtung zu begegnen, die ihm als einem Kind Gottes gebührt. (Das Geheimnis des Karmel)

10 Heute rechnet man auch den Rosenkranz zum Gebet, das die Tagzeiten der Muttergottes ersetzen kann.

11 Tragt das Skapulier! von Paulus Deusdedit, Lauerz 1996-2004.

Maria legt bei ihrem Sohn Fürsprache ein für die Mitglieder ihres Ordens:

PLATZHALTER: Maria legt bei ihrem Sohn Fürsprache ein (PDF S. 21)

Mein Sohn, um dieser heiligen Brust willen, die Dich ernährt hat, erbarme Dich meiner Kinder und befreie sie von den Qualen.
– Mutter, es geschehe, um was du gebeten hast.

Bildinschrift
PLATZHALTER: Papst Johannes XXII. (PDF S. 19)

Papst Johannes XXII.

In der Schule Mariens

Nichts ist gering, wenn man wie die Jungfrau Maria mit Seinem Herzen in der Gegenwart Gottes lebt und auf Seinen heiligen Willen für unser Leben hört. Jedes Ereignis, jede Begegnung bringt Frucht für die Ewigkeit. Der hl. Franz von Sales liebte es zu sagen, dass uns jeder Augenblick einen Befehl Gottes übermittelt und in die Ewigkeit zurückkehrt mit dem, was wir daraus gemacht haben.

Auf unseren armen menschlichen Wegen können wir für uns und andere Dinge wirken, die Ewigkeitswert haben. Ewig ist in uns, was von Gott kommt – das Leben Gottes, das Leben der Kinder Gottes, das in unsere Herzen eingegossen ist durch den Heiligen Geist. Und so lehrt uns Maria, wenn sie uns das Skapulier auflegt, dass sich die echte Liebe stets in den kleinen Handlungen des Alltags ausdrücken muss: ein Lächeln, ein kleines Opfer oder eine Unannehmlichkeit, die man aus Liebe zu Gott erträgt, ein Akt der Geduld, der Demut … Es gibt so viele Möglichkeiten, unser „Ja“, unser „Fiat“, als Antwort auf den Ruf Gottes zu sprechen.

In seinem Buch Das Geheimnis Mariä schreibt der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort: Man muss alle seine Handlungen für Maria tun (…) und häufig in der Tiefe des Herzens wiederholen: ‚O meine liebe Herrin, es ist für dich, wenn ich hierhin oder dahin gehe, wenn ich dieses oder jenes tue, wenn ich diese oder jene Widrigkeit oder Beleidigung ertrage!‘

Und in den Ratschlägen und Erinnerungen der hl. Theresia vom Kinde Jesu berichtet uns ihre Schwester Céline, wie sehr Theresia in den Geist und in die Absichten Mariens eingedrungen war: Eines Nachmittags, um drei Uhr, bemerkte ich, dass sie betete, und ich fragte, was sie sage: Ich bete ein Ave-Maria, um meine Arbeit der Heiligen Jungfrau aufzuopfern. Ich habe die Gewohnheit angenommen, so zu handeln, jedes Mal, wenn ich ein Werk beginne.12

12 Das Geheimnis des Karmel.

PLATZHALTER: Hl. Franz von Sales / Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (PDF S. 22-23)
PLATZHALTER: Hl. Maximilian M. Kolbe (PDF S. 24)

Der Sicherheitsgurt des Himmels

Das Unbefleckte Herz Mariens schlägt mit jeder Faser für Gott und das Heil der Menschenkinder. Darum will uns die allerseligste Jungfrau Maria vor unseren drei schlimmsten Feinden – der Welt, dem Teufel und unserer eigenen Begierlichkeit – in Sicherheit bringen. Ja, sie will uns gleichsam mit einem „himmlischen Sicherheitsgurt“ fest an ihr mütterliches Herz binden, damit wir auf der gefahrvollen Reise in die Ewigkeit nicht zu Fall kommen.

In seiner klaren Sprache, die ganz durchdrungen ist vom Eifer für die Ehre der Immaculata, erklärt der hl. Maximilian M. Kolbe: Das Skapulier, der Rosenkranz und die Wundertätige Medaille: Das sind drei Dinge, die die Immaculata selbst für das Heil der Menschen angeboten hat.

Aus diesem Grund lenkt Maria in ihren Botschaften unseren Blick immer wieder auf unser Heil und die letzten Dinge, über die heute so wenig gepredigt wird: den Tod, das Gericht, das Fegefeuer, die Hölle und das Paradies.

Und doch sind es genau diese Wirklichkeiten, zu denen uns das Skapulier zurückführen will. Wie soll man ein tiefes, authentisches christliches Leben führen, wenn man den Sinn und das Ziel der menschlichen Existenz mit ihrer Ewigkeitsdimension vergisst? Wir sind aufgerufen, das Leben zu wählen, also uns für Gott zu entscheiden. Aber wir können dieses freie Geschenk auch zurückweisen und uns der unendlichen Barmherzigkeit Gottes verschließen.

Die Aufgabe Mariens besteht darin, uns in der entscheidenden Stunde des Todes dabei zu helfen, uns vertrauensvoll unserem Vater zuzuwenden und Ihn – nach dem Vorbild des guten Schächers – um Gnade zu bitten. Und darüber hinaus bittet sie Gott darum, dass wir uns schon heute bekehren!13

13 Vgl. ebd.

Erinnerung an die Skapuliergnade

Da der Himmel um unsere menschliche Vergesslichkeit weiß, hat es die Vorsehung bestimmt, dass die beiden großen Marienerscheinungen des 19. und 20. Jahrhunderts – Lourdes und Fatima – jeweils im Zeichen des Skapuliers ihren Abschluss fanden.

In der Tat war es am 16. Juli 1858, dem Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, als Maria zum letzten Mal in der Grotte von Massabielle erschienen war. An diesem Tag, so berichtet uns Bernadette, verweilte die Jungfrau in Stille, zeigte sich dabei zugleich aber so schön wie nie. Maria, die Königin und Zierde des Karmel, krönt die Serie von achtzehn Erscheinungen mit der Erinnerung an ihre Gegenwart im Karmelitenorden.

In ganz ähnlicher Weise wollte sich Maria auch den Hirtenkindern in Fatima – als sie diesen am 13. Oktober 1917 zum letzten Mal erschien – als Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel, bekleidet mit dem Skapulier, zeigen.

PLATZHALTER: U.L.F. v. Fatima / Sr. Lúcia (PDF S. 27)

U.L.F. v. Fatima / Sr. Lúcia

Interview mit Sr. Lúcia

Es ist aufschlussreich, das Interview mit Sr. Lúcia zu lesen, welches im Jahre 1950 Pater Howard Raffert gewährt wurde:

Pater Howard: In vielen Büchern über Fatima geben die Autoren nicht zu, dass das Skapulier ein integraler Bestandteil der Erscheinungen ist.

Lúcia: Ah, sie haben Unrecht!

P. Howard bittet nun, welche Bedeutung der Erscheinung Unserer Lieben Frau beizumessen ist, wenn die Jungfrau das Skapulier in den Händen trägt.

Lúcia: Sie wollte damit zu verstehen geben, dass sie wünschte, dass alle das Skapulier tragen. Sie fügte bei: Der Heilige Vater sagte es der ganzen Welt, erklärend, dass das Skapulier das Zeichen der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens ist. Niemand kann sich heute davon ausnehmen.14

Pater Howard fragt nun Sr. Lúcia, ob das Skapulier unerlässlich ist, um die Wünsche Unserer Lieben Frau von Fatima zu erfüllen.

Lúcia: Ja!

Pater Howard: Würden Sie sagen, dass es ebenso unerlässlich ist wie der Rosenkranz?

Lúcia: Der Rosenkranz und das Skapulier sind untrennbar!15

14 Alloc. von Pius XII., anlässlich des 700-jährigen Jubiläums des Skapuliers.

15 Tragt das Skapulier!

PLATZHALTER: U.L.F. v. Lourdes / Hl. Bernadette (PDF S. 26)

U.L.F. v. Lourdes / Hl. Bernadette

Der Mantel der Barmherzigkeit

Mit Hilfe des Skapuliers, mit dem wir gleichsam Jesus und Maria anziehen, stellen wir uns in den Strom der Liebe, der diese beiden heiligsten Herzen verbindet. So werden wir in die Vertrautheit mit dem dreieinigen Gott eingeführt, damit wir im Herzen der Kirche, unserer Mutter, die Liebe sind und unser kleines Leben ihrem mystischen Leib neue Gnade und Kraft verleiht.

Doch was bedeutet dies für uns konkret, Jesus und Maria „anzuziehen“? Es heißt, in ihr Leben einzutreten, sich ihr Fühlen, Wollen und Handeln, ihre Liebe und Barmherzigkeit zu eigen zu machen. Wir müssen also unser Herz mit dem Denken Jesu und Mariens bekleiden und uns der Lumpen unserer vergangenen Sünden und ungeordneten Leidenschaften entledigen. Ebenso müssen wir all unsere Masken fallen lassen, alle heuchlerischen und verlogenen Verkleidungen, um so nur noch das Kleid der Wahrheit Christi an uns zu tragen. Und wenn wir in unserer menschlichen Schwäche immer wieder von Neuem straucheln und fallen, so kann das Skapulier für uns zu einem wahren „Mantel der Barmherzigkeit“ werden.16

Die Jungfrau Maria drückt ihre zerschlagenen Kinder an ihr Unbeflecktes Herz und versöhnt sie mit ihrem Göttlichen Sohn.17 Aber auch wir selbst sollen diese barmherzige Liebe, die wir täglich neu empfangen dürfen, weiterströmen lassen zu allen Menschen, die Gott uns anvertraut hat, besonders zu jenen, die Seiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Und wenn wir das Skapulier an unser Herz drücken und immer wieder das Bild Mariens küssen, können wir das auch stellvertretend für andere tun, um sie dadurch in den Mantel der Barmherzigkeit zu hüllen, indem wir sie geistigerweise mit dem Skapulier bekleiden.

16 Vgl. Das Geheimnis des Karmel, S. 113.

17 Im Anschluss an das Bußsakrament kann das Skapulier als fester Vorsatz zur Treue verstanden werden: Es steht für das neue Gewand, die neuen Gewohnheiten, mit denen man sich von nun an bekleiden möchte. Schon allein die Präsenz dieses Stoffstücks wird einem diesen Wunsch in Erinnerung rufen, und es wird eine beständige Einladung sein, auf die Fürsprache Mariens zu vertrauen.

O Maria, dein bin ich für Zeit und Ewigkeit.
Durch dich und mit dir will ich jetzt und für immer ganz Jesus gehören.
Amen.

PLATZHALTER: Mantel der Barmherzigkeit (PDF S. 28)

Träger des wahren Glaubens

Das Skapulier auf unserem Herzen zu tragen, bedeutet auch, mutig und standhaft Träger des wahren katholischen Glaubens zu sein. Diesen kindlichen und liebevollen Glaubensgehorsam, der am Herzen des Vaters rührt und uns vor den Angriffen des Teufels schützt, vermittelt uns die Gottesmutter, wenn wir uns beherzt in ihre Schlachtreihen stellen.

Denken wir dabei nochmals an den Propheten Elija, der auf dem Berg Karmel mit leidenschaftlichem Eifer für den Herrn, den Gott der Heere (1 Kön 19,10-14), eingetreten ist. In unserer Kirche erleben wir gerade eine ähnlich dramatische Situation wie zur Zeit des Elija. Es ist der Kampf zwischen der wahren Kirche und der Antikirche, zwischen dem wahren Gott und den falschen Götzen, der sich immer mehr zuspitzt. Versteckt hinter der Maske des Liberalismus, Modernismus, Relativismus, Naturalismus etc. ist es Luzifer gelungen, als Wolf im Schafspelz mitten durch die Kirche zu schreiten, um Verwirrung zu stiften und glaubenstreue Laien, Priester, Bischöfe und Ordensgemeinschaften, die nicht vor den neuen „Baalsgöttern“ ihr Knie beugen, zu verfolgen. (Vgl. 2 Kön 18,3-4)

PLATZHALTER: Maria vom Berge Karmel (PDF S. 31)

Maria vom Berge Karmel

Wenn wir uns nun fragen, wo ist die wahre Kirche und wie können wir der wahren Kirche treu bleiben?, so gibt uns Jesus selbst die einzige und richtige Antwort: Siehe, deine Mutter! (Joh 19,27) Maria ist die Mutter der geschmähten und verfolgten Kirche, die sie in ihrem Unbefleckten Herzen trägt, wo sie niemals zugrunde gehen kann. Wenn wir uns der Gottesmutter weihen und ihre mütterlichen Weisungen befolgen, dann leben wir durch sie mitten im Herzen der wahren Kirche und können nicht in die Irre gehen.

Ja, wir werden nach allen Leiden und Verfolgungen mit ihr, der Überwinderin aller Häresien,18 den Triumph feiern, den sie uns in Fatima versprochen hat: Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!

18 Die Wurzel allen Übels und jeder Häresie ist der geistige Hochmut, der den Blick für die Wahrheit verdreht und verdunkelt. Diese Tatsache musste gezwungenermaßen ein Dämon durch eine besessene Person, über die der bekannte Exorzist Francesco Bamonte betete, bestätigen: Die Seele von der da (der Gottesmutter) strahlt von ihrer Demut. Wenn ihr demütig wäret, dann würdet auch ihr Licht ausstrahlen und alle würden es sehen. Deswegen muss ich euch dazu bringen, überheblich zu sein, damit alle das Schwarz der Hölle sehen statt das Licht des Paradieses. Jedes Mal, wenn sie euch davon überzeugt, auf etwas Überhebliches zu verzichten, gewinnt sie einen Kampf. (Maria im Dienst des Exorzismus von Francesco Bamonte, Imprimatur: Mons. Luigi Moretti, Vicariato di Roma, 20. Januar 2010)

Die Jungfrau ohne Makel, Besiegerin aller Häresien, wird nicht weichen vor dem Feind, der sein Haupt gegen sie erhebt. Wenn sie treue Diener findet, gehorsam ihrem Befehl, dann wird sie neue Siege erringen, größere, als wir es uns nur vorstellen können.

Hl. Maximilian M. Kolbe
PLATZHALTER: Die Himmlische Hausoberin der Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung (PDF S. 33)
Die Himmlische Hausoberin der Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung, Ölgemälde im Kloster St. Maria Loreto in Salzburg
PLATZHALTER: Elija (PDF S. 30)

Elija

Gnadenerweise durch das Skapulier

Aus der Geschichte der Skapulierbruderschaft sind zahllose Gebetserhörungen und Rettungen überliefert. Die folgenden Begebenheiten stehen stellvertretend für viele.

Das Skapulier in der Todesnacht

Als ein Jesuitenpater in einem Internat des Abends die Schlafsäle musterte, fand er einen Knaben vor seinem Bett knien. Auf die Frage, warum er noch nicht zu Bett gegangen sei, erwiderte der Kleine: Ich habe dem Pförtner mein Skapulier zum Nähen gegeben, und ich habe es noch nicht bekommen. Ich wage es nicht, schlafen zu gehen, aus Furcht, ohne mein Skapulier zu sterben.

Fürchte dich nicht, mein Freund, sagte der Pater, man wird es dir morgen geben, geh nur zu Bett und schlafe ruhig. Mein Vater, ich kann nicht schlafen gehen, ich werde vielleicht noch in dieser Nacht sterben. Dabei brach das Kind in Tränen aus.

Nun ging der Pater zum Pförtner und brachte dem Kleinen sein Skapulier. Froh und beruhigt küsste das Kind seinen kostbaren Schatz und schlief ein. Am folgenden Morgen sah der Pater, dass der Knabe noch nicht aufgestanden war. Er rief ihn, doch er bekam keine Antwort. Das gute Kind war in der Nacht gestorben.

Es hatte sein Skapulier geküsst, bis es eingeschlafen war, und hielt es noch auf die lächelnden Lippen gedrückt.19

19 Tragt das Skapulier!

PLATZHALTER: Knabe mit Skapulier (PDF S. 34-35)

Jungfrau Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein Eigen sein.
Dein im Leben, dein im Tod, dein im Unglück, Angst und Not.
Dein im Kreuz und bittrem Leid, dein für Zeit und Ewigkeit.

Das versteckte Skapulier

Als Teresa, die Freundin von Rose Hu, um ihres katholischen Glaubens willen in einem Gefängnis in Shanghai inhaftiert war, musste sie ihre Zelle mit einer Hexe teilen. Diese Frau erzählte ihr, dass sie von mehreren Dämonen besessen sei, die es ihr erlaubten, mit den Toten zu sprechen. Sie verdiente sich damit eine Zeit lang ihr Geld, aber diese Kontakte ließen sie verstört und erschöpft zurück.

An einem Wintertag zitterte sie vor Kälte, weil sie nicht genug Kleidung hatte. Teresa hatte Mitleid mit ihr und deckte die Frau mit ihrem Mantel zu.

Innerhalb weniger Sekunden fing die Frau an, so laut zu schreien, wie sie nur konnte. Jeder in der Zelle war erschrocken. Zwei Minuten später verstummte die Frau wieder, und sie vertraute Teresa an, dass sie nun von den Dämonen frei sei.

Sie fragte Teresa, ob an dem Mantel etwas Besonderes sei, und diese antwortete, dass es sich um einen ganz gewöhnlichen Mantel handle.

Als aber Teresa ihren Mantel später doch noch sorgfältig inspizierte, entdeckte sie, dass ihre Mutter ein braunes Skapulier in das Futter eingenäht hatte. Nach diesem Erlebnis fand die Frau zum katholischen Glauben.20

20 Rose Hu, Mit Christus im chinesischen Straflager, Bobingen 2024.

PLATZHALTER: Skapuliermadonna (PDF S. 36)

Skapuliermadonna

Der Löwe kann den Gockelhahn nicht leiden, die Bienen verabscheuen das Öl, die Schlangen die Rauten, die Nachteule verabscheut das Licht, der Kotkäfer mag die Rosen nicht, und die Teufel mögen das Skapulier nicht leiden!

Abraham a Sancta Clara21

21 Der hochbegabte Augustiner-Barfüßler Abraham a Sancta Clara (1644-1709) stammte aus Baden-Württemberg und wurde aufgrund seiner glänzenden Rednergabe und seiner großen Wahrheitsliebe von Leopold I. zum kaiserlichen Hofprediger bestellt.

PLATZHALTER: Ein abgefallener Priester bekehrt sich (PDF S. 38)

Ein abgefallener Priester bekehrt sich

Am 5. Mai 1933 starb in Aigen bei Salzburg der abgefallene Priester Johann Kirchsteiger. Er hatte viel gegen die Kirche gearbeitet, als Schriftsteller und Wanderredner, und griff besonders in die katholische Ehelehre ein. Viele hat er durch seine Dispensen ins Konkubinat getrieben, viele Familien unglücklich gemacht.

Eines aber hatte er beibehalten: Auch als abgefallener Priester trug er das Skapulier, durch das ihm Maria die Gnade der Bekehrung erwirkte.

Als der 79-Jährige zum Sterben kam, kehrte er reumütig zur Kirche zurück und söhnte sich noch mit Gott aus. Nach dem Empfang der heiligen Sterbesakramente verschied er.22

22 Tragt das Skapulier!

Ach, mit welcher Liebe und Zärtlichkeit umarmt Gott einen Sünder, wenn dieser zu Ihm zurückkehrt.

Hl. Don Bosco

Das Skapulier ist auch eine Erinnerung an unser Taufkleid. Dieses stellt das Festgewand dar, das der Barmherzige Vater Seinen heimgekehrten Kindern anbietet.

Philippe de Jésus-Marie OCD

Die Musketenkugel in der Brust

Im Jahre 1648, bei der Belagerung der Stadt Ypern durch die Franzosen, erhielt der Hauptmann des Regimentes von Lombay eine Musketenkugel in die Brust. Zum Glück wurde die Kugel an seinem Skapulier plattgedrückt, und er wurde nicht im mindesten verletzt. Man fand die flache Kugel in seinen Kleidern. Zur Bewunderung aller Anwesenden trug die abgeflachte Kugel den Abdruck des Bildes der Allerseligsten Jungfrau und des Jesuskindes.23

23 Tragt das Skapulier!

PLATZHALTER: Belagerung von Ypern 1648 (PDF S. 40)

Trage auf deiner Brust das heilige Skapulier vom Berge Karmel.

Hl. Josemaría Escrivá
PLATZHALTER: Eisenbahnunglück 1842 (PDF S. 41)

Das Kleid Mariens schützt vor Unglück

Am 8. Mai 1842 geriet in Frankreich ein dichtbesetzter Eisenbahnwaggon bei schneller Fahrt in Brand. Es dauerte längere Zeit, ehe man vorne auf der Lokomotive auf das schreckliche Unglück aufmerksam wurde und den Zug anhielt. Das Schreien der Insassen war überhört worden.

Als der Zug zum Stehen gebracht war, wurden die verletzten Fahrgäste sofort herausgeholt. Alle hatten größere oder leichtere Brandwunden davongetragen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Nur ein einziger war zum Erstaunen aller ohne jede Verletzung davongekommen.

Man fragte ihn nach der Ursache dieser auffälligen, wohl gar wunderbaren Rettung. Er gab zur Antwort: Ich kann mir keine andere denken als diese. Dabei wies er auf das Skapulier hin, das er trug. Seitdem ich dieses trage, fuhr er fort, empfehle ich mich täglich ihrem besonderen Schutz. Und in der Tat, er war der Einzige unter allen Passagieren, der mit diesem Kleid der Muttergottes bekleidet war.24

24 Das Kleid vom Himmel.

Zum Tode verurteilt

Im Jahre 1625 ereignete sich in Italien ein Wunder mit dem Skapulier vom Berge Karmel, das in ganz Italien für höchste Aufregung sorgte und das ausschlaggebend war für eine große Popularität des Skapuliers:

Im Jahre 1620 wurde Battista Bosio angeklagt, zwei Edelherren ermordet zu haben. Er hatte diese Schandtat im Auftrage seines Herrn ausgeführt. Nach einer gewissen Zeit im Gefängnis bereute er seine Tat und bekehrte sich. Er rief die Muttergottes vom Berge Karmel an und bereitete sich auf den Empfang des Skapuliers vor, indem er jeden Mittwoch und Samstag im Gefängnis fastete. Während drei Jahren hielt er treu an seinen Vorsätzen fest. Er bat die Muttergottes vom Berge Karmel, ihn doch aus seinem elenden Zustande zu erlösen. Durch einen seiner Freunde hatte er ein Bild der Skapuliermuttergottes erhalten.

Als er zum Tode verurteilt wurde, bestand Battista Bosio darauf, das Skapulier zu bekommen. Auf sein Verlangen hin kam der Pater des Karmels in Cremona und legte ihm das Skapulier auf. Das Todesurteil durch Erhängen wurde auf Samstag, den 22. März 1625, festgesetzt. Der Henker band mittels zwei starken Stricken den reuigen Übeltäter an ein sehr hohes Gerüst. Doch der erste Strick brach an mehreren Orten. Nachdem der Henker die Leiter weggezogen hatte, brach auch der zweite Strick.

Der reuige Sünder fiel auf den harten Steinboden von der Höhe des Gerüsts. Er spürte keinen Schmerz. Die Umstehenden bestürmten den offensichtlich von der Muttergottes Beschützten. Mit Rührung erkannten sie ein Eingreifen des Himmels, und der zum Tode Verurteilte wurde begnadigt. Durch dieses Wunder wurde das Skapulier in ganz Italien bekannt und beliebt.25

25 Tragt das Skapulier!

PLATZHALTER: Battista Bosio (PDF S. 43)

Schaut einmal den Jasminstock. Er gibt den besten Geruch von sich, wenn die Sonne untergeht. So vergleichbar ist das heilige Skapulier. Es hilft nie besser als in der Sterbestunde, wenn nämlich das Leben untergeht.

Abraham a Sancta Clara
PLATZHALTER: Petrus Molles (PDF S. 44)

Das Zeugnis des Petrus Molles

Im Jahre 1636 führte ein Mann namens Petrus Molles aus Spanien einen gottlosen Wandel. Aus diesem Grund verlor er die Gnaden und Wohltaten seiner eigenen Eltern und wurde ganz mittellos. Darauf geriet dieser verlorene Sohn in solche Verzweiflung, dass er bei sich beschloss, sein Leben selbst zu beenden.

Wie er nun mit einem Strick um den Hals eine Leiter besteigen wollte, um sich von derselben hinunterfallen zu lassen, wurde er von einer unsichtbaren Gewalt zurückgehalten. Weil er aber in seinem gottlosen Vorhaben hartnäckig verharrte, erschien ihm der böse Feind. Dieser riet ihm, er solle doch das Stoffstücklein des Skapuliers auf die Seite legen, ansonsten könne er ihm zu seinem Ende nicht verhelfen, worüber der arme Tropf bestürzt war. Er bereute alle seine Sünden von Herzen und änderte seinen Lebenswandel.26

26 Ebd.

Das Skapulier auf dem Sterbebett

Don Francisco Zaldúa, ehemaliger Präsident der Republik Kolumbien, war ein ausgezeichneter Rechtsgelehrter, aber zugleich ein erbitterter Feind der katholischen Kirche. Stets folgte er dem Banner der Liberalen. Er war einer der Hauptagitatoren bei der Austreibung der Jesuiten und der Verfolgung, der sie ausgesetzt waren.

Sein Sohn genoss in Rom eine vorzügliche Erziehung und hatte eine besonders große Andacht zur seligsten Jungfrau, die er beständig um die Bekehrung seines Vaters bat, besonders nachdem er zum Priester geweiht worden war. Don Zaldúa wurde lebensbedrohlich krank, und alles, was der fromme Priester tat, um die Bekehrung seines Vaters zu erwirken, war vergeblich. Da wandte er sich an Maria, die Zuflucht der Sünder.

Als sich der Zustand seines Vaters so verschlimmerte, dass der Tod unabwendbar schien, verdoppelte er seine Gebete. Er begab sich ans Sterbebett des Unglücklichen und sagte zu ihm: Vater, alle menschlichen Hilfsmittel sind vergeblich. Willst du nicht die Wirksamkeit einer übernatürlichen Arznei versuchen? – Was für eine Medizin? – Dass du das Skapulier empfängst und trägst.27

Der Expräsident nahm das Anerbieten an, neigte das Haupt, um das Skapulier zu empfangen, und fragte, wozu ihn das Skapulier verpflichte. – Dass du eine gute Beichte ablegst. Da zitterte der arme Sterbende vor Angst, aber nach einer kurzen Weile sagte er: Gut, rufet einen Priester! Nachdem er eine reumütige Beichte abgelegt hatte, erklärte er mit lauter Stimme, er wolle als wahrer Sohn der katholischen Kirche sterben.28

27 Durch den Mund von Besessenen musste die Hölle offenbaren, dass ihr keine Priester mehr schaden als jene, welche die Andacht zu Maria und dem heiligen Skapulier verbreiten. So rief einmal aus einem Besessenen ein Dämon aus: O Kleid, wie viele Seelen hast du mir und der Hölle entrissen! (Das Schutzkleid Mariä)

28 Ebd.

PLATZHALTER: Das Skapulier auf dem Sterbebett (PDF S. 45-46)

Der böse Feind ist wie ein Stoßvogel, der immer den unschuldigen Tauben nachstellt. Er ist wie ein Wolf, dem unaufhörlich die Zähne nach Lämmern wässern. Er ist wie ein Skorpion, der immerzu mit Gift versehen ist. Auch ein Hund ist er, der zu keiner Zeit schläft. Aber nie wacht und trachtet er mehr, und nie brüllt er mehr, als in der Stunde unseres Todes.

Abraham a Sancta Clara
PLATZHALTER: Tod und Gericht, ganzseitiges Bild links (PDF S. 48)
PLATZHALTER: Tod und Gericht, ganzseitiges Bild rechts (PDF S. 49)

Tod und Gericht

Segnung und Auflegung des Braunen Skapuliers

Formula brevior. Der Priester trägt über dem Talar ein Chorhemd und eine weiße Stola.

V. Osténde nobis, Dómine, misericórdiam tuam.
Zeige, Herr, uns Deine Huld.

R. Et salutáre tuum da nobis.
Und schenke uns Dein Heil.

V. Dómine, exáudi oratiónem meam.
Herr, erhöre mein Gebet.

R. Et clamor meus ad te véniat.
Und lass mein Rufen zu Dir kommen.

V. Dóminus vobíscum.
Der Herr sei mit euch.

R. Et cum spíritu tuo.
Und mit deinem Geiste.

Orémus.

Dómine Iesu Christe, humáni géneris Salvátor, hunc hábitum, quem propter tuum tuǽque Genetrícis Vírginis Maríæ de Monte Carmélo amórem servi tui (ancíllæ tuæ) devóte sunt delatúri (-æ) déxtera tua sanctí † fica, et eádem Genetríce tua intercedénte, ab hoste malígno defénsi (-æ) in tua grátia usque ad mortem persevérent: Qui vivis et regnas in sǽcula sæculórum. R. Amen.

Lasset uns beten.

Herr Jesus Christus, Erlöser des Menschengeschlechtes, heilige mit Deiner Rechten dieses Gewand, das Deine Diener aus Liebe zu Dir und Deiner jungfräulichen Mutter Maria vom Berge Karmel andächtig tragen wollen, auf dass sie, durch die Fürsprache Deiner Mutter vor dem bösen Feind geschützt, in Deiner Gnade bis zum Tod verharren. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. R. Amen.

Er besprengt die Skapuliere mit Weihwasser und legt sie jedem Einzelnen auf, indem er spricht:

Accipe hunc hábitum benedíctum precans sanctíssimam Vírginem, ut eius méritis illum pérferas sine mácula, et te ab ómni adversitáte deféndat, atque ad vitam perdúcat ætérnam. R. Amen.

Empfange dieses gesegnete Kleid und bitte die allerseligste Jungfrau, dass du es durch ihre Verdienste unbefleckt tragest und dass sie dich vor jeder Widrigkeit beschütze und dich zum ewigen Leben führe. R. Amen.

Nachdem alle das Skapulier erhalten haben, spricht er:

Ego, ex potestáte mihi concéssa, recípio te (vos) ad participatiónem ómnium bonórum spirituálium, quæ, cooperánte misericórdia Iesu Christi, a Religiósis de Monte Carmélo peragúntur. In nómine Patris, et Fílii, † et Spíritus Sancti. R. Amen.

Kraft der mir verliehenen Vollmacht nehme ich dich (euch) auf zur Teilnahme an allen geistlichen Gütern, die mit Hilfe der Barmherzigkeit Jesu Christi von den Mitgliedern des Karmeliterordens erworben werden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. R. Amen.

Bene † dícat te (vos) Cónditor cæli et terræ, Deus omnípotens, qui te (vos) cooptáre dignátus est in Confraternitátem beátæ Maríæ Vírginis de Monte Carmélo: quam exorámus, ut in hora óbitus tui (vestri) cónterat caput serpéntis antíqui, atque palmam et corónam sempitérnæ hereditátis tandem consequáris (consequámini). Per Christum Dóminum nostrum. R. Amen.

Es segne dich (euch) der Schöpfer des Himmels und der Erde, der allmächtige Gott, der dich (euch) in seiner Gnade zur Bruderschaft der Allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel berufen hat. Wir bitten sie, sie möge in der Stunde deines (eures) Todes den Kopf der alten Schlange zertreten, damit du (ihr) endlich die Palme und Krone des ewigen Erbes erlange(s)t. Durch Christus, unsern Herrn. R. Amen.

Er besprengt die Person mit Weihwasser.

Gebet zur Karmelkönigin

O Allerseligste, unbefleckte Jungfrau, Zierde und Glanz des Berges Karmel, die du mit ganz besonders gnädigem Antlitz auf jene herabsiehst, welche mit deinem verehrungswürdigen Gewand bekleidet sind, blicke auch gütig auf mich und nimm mich unter den Mantel deines mütterlichen Schutzes. Stärke doch meine Schwäche mit deiner Macht; erleuchte die Finsternis meines Herzens mit deiner Weisheit; vermehre in mir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Schmücke meine Seele so sehr mit Gnaden und Tugenden, dass sie stets deinem göttlichen Sohne und dir teuer sei. Stehe mir im Leben bei, tröste mich im Tode mit deiner süßesten Gegenwart und stelle mich der Allerheiligsten Dreifaltigkeit als dein Kind und deinen treuen Diener vor, auf dass ich dich dann ewig im Himmel zu loben und zu preisen vermag. Amen.

Dreimal Ave Maria und einmal Gloria Patri.

(Ablassgebet von Papst Leo XIII.)

Wahrlich, eine große Gnade des Skapuliers: teilhaftig zu werden aller Gebete, Nachtwachen, Almosen, Fasten, Heiligen Messen, Wallfahrten, Abtötungen, Bußwerke, aller Mühsale, die ertragen werden, bis zur Vergießung des Blutes, wie des Verlustes des Lebens unter den Ungläubigen für die Verbreitung des Glaubens, überhaupt alles Guten, das in der ganzen Welt in so vielen Karmelitenklöstern durch Vermittlung der seligsten Jungfrau geschieht.

Pater Grossi, Verfasser des römischen Bruderschaftsbüchleins

Das Skapulier, der Rosenkranz und die Wundertätige Medaille: Das sind drei Dinge, die die Immaculata selbst für das Heil der Menschen angeboten hat.

Hl. Maximilian Maria Kolbe
PLATZHALTER: Karmelkönigin (PDF S. 53)